Leistungsbeurteilung im Fach Bildende Kunst:

 

Bei der Bewertung der praktischen Schülerarbeiten ist neben der fachinternen Beurteilung der vom

Fachbereich definierte 'Künstlerische Aspekt' mit in die jeweilige Note einzubeziehen. Er beschreibt

und bewertet, in welcher Art und Weise sich ein Schüler mit der jeweiligen Thematik auseinander-

setzt, mit welchem Engagement er / sie bearbeitet und beschreibt somit das individuelle Arbeits-

verhalten. Der Anteil dieser Teilnote sollte je nach Komplexität und Schwierigkeitsgrad der zu

bewältigenden Aufgabe bei etwa 25% bis 30% liegen.

 

Die Beurteilung der mündlichen Leistung ist als weitere Teilnote mit in die Gesamtnote der

jeweiligen Halbjahresnote einzubeziehen. Liegen also beispielsweise sechs praktische Arbeiten   

vor, die nach dem o.g. Verfahren bewertet wurden, so ist die mündliche Mitarbeit als ein Siebtel zu

betrachten. Diese Vorgehensweise hat sich in allen Klassenstufen bewährt.

 

Allgemeine Benotung:

Eine allgemein gültige und auf alle Bereiche immer anwendbare Einschätzung / Benotung für sämtliche kunstdidaktische Aufgaben kann nicht erfolgen. Denn die individuelle subjektive Wahrnehmung kann je nach Person variieren; auch bezogen auf die jeweilige Situation sind unterschiedliche Beurteilungsmethoden notwendig und sinnvoll.

 

Zur Beurteilung wird daher ein Bewertungssystem verwendet, in dem folgende Kriterien berücksichtigt werden:

 

1. Kontext:

Die Methode wird kontext- bzw. situationsangemessen umgesetzt, z.B. hinsichtlich der Aufgabenstellung oder der Besonderheiten der jeweiligen Schulklasse.

 

2. Transparenz:

Die Benotung erfolgt für die Schülerinnen und Schüler verständlich und transparent bzw. kriterien-orientiert.

 

3. Motivation:

Die Ermutigung steht hier im Vordergrund. Demotivation und Kränkung sind keine adäquaten Methoden.

 

4. Pluralität:

Man verwendet verschiedene Verfahren und Methoden zur künstlerischen Benotung. Die
Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, den Unterricht der Lehrkraft von Zeit zu
Zeit zu bewerten, Anregungen zur Veränderung zu geben und ihre Meinung zu angewandten Bewertungsmethoden zu äußern.

 

Fächerübergreifende Projekte

 

Der Fachbereich Kunst ist mehrheitlich an allen schulischen Aktivitäten beteiligt, die visuelle

Aspekte beinhalten. So findet jährlich eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Musik

statt, wenn es um das Projekt Ausrichtung bzw. künstlerische Ausgestaltung der wiederkehrenden

Abschlussfeiern des jeweiligen zehnten Jahrgangs, des Abiturjahrgangs und der Feier zur

Aufnahme des siebten Jahrgangs in der Aula geht.

 

Auch bei Ausstellungen und Präsentationen anlässlich der jeweiligen Tage der offenen Tür finden

mit vielen Fachbereichen zahlreiche Projekte und eine gewachsene Zusammenarbeit statt. Dabei

geht es in der Regel nicht lediglich um Hilfestellungen bei der Materialbeschaffung, sondern in der

Regel auch um inhaltliche Komponenten.

 

 

WP-Kurse:

In den WP-Kursen kann eine Leistungskontrolle geschrieben werden, bei dem sowohl ein Theorieteil und ein Praxisteil vorhanden sein muss. Die Gewichtung und Kriterienfestlegung ist abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung und Komplexität.

 

Gesamtnote (Klasse 7-10):

 

Die Gesamtnote setzt sich in den Jahrgängen 7-10 aus 20% schriftliche Arbeit und 80% Praxisarbeiten mit Prozesseinbeziehung (Arbeitsprozess: 30%, Produkt: 50%) zusammen.

 

Halbjahresnote und Jahresendnote:

Für eine Halbjahresnote wird für das Fach Kunst jede Teilnote berücksichtigt. Auch für eine Jahres-endnote werden die Teilnoten vom ersten und zweiten Haljahr berücksichtigt und dann durch die Gesamtanzahl bestimmt. Diese Regelung gilt für die Klassenstufen 7-11. In den Jahrgängen 12 und 13 wird jedes Halbjahr / Semester benotet. Es werden hier aber keine Jahresendnoten mehr berechnet.

 

Tabelle zur Festlegung der Zeugnisnoten:

Für die Jahrgänge 11, 12 und 13 liegt eine festgelegte Tabelle (Klausur und Allgemeiner Teil) zur Festlegung der Zeugnisnoten vor.

 

Klausurvorgaben (Jahrgänge 11-13):

Um eine einheitliche Bewertung und eine vergleichbare Grundlage zu ermöglichen und im Hinblick auf die Vorbereitung für die Abiturprüfung erfolgt sowohl die Aufgabenstellung (Theorie- und Praxisteil) als auch die anschließende Benotung nach festgelegten Kategorien mit prozentualen Vorgaben.

Die Berechnung der Gesamtnote einer Klausur erfolgt nach folgender Aufteilung:               

- Praxisteil: 75%

- Schriftlicher Teil: 21,25 %

- Sprachverwendung und Rechtschreibung: 3,75 %